Posthistorisches
Posthistorisches
Die Verbindung zwischen Dänemark und Grønland war früher aus
offensichtlichen Gründen schwierig. Dies nicht nur wegen der beträchtlichen Entfernung,
sondern auch wegen des Polarklimas. Dadurch war Verkehr mit Grønland nur
während der Sommermonate möglich.
Der Monopol für den Postverkehr lag ab 1774 bei der staatlich
kontrollierten Den Kongelige Grønlanske Handel (KGH). Sie
war somit für Transport und Verteilung jeglicher Post zuständig.
Bis 1850 wurde nur 1 Fahrt pro Jahr durchgeführt. Danach stieg die
Zahl der Fahrten langsam an, ab 1888 wurden auch Dampfschiffe
eingesetzt, Segelschiffe blieben aber bis 1928 im Einsatz.
Im Jahre 1875 wurde die Post 2 mal jährlich in die Kolonien geliefert,
1900 2-5mal, 1930 2-11mal, 1939 9-17mal. Einzig Ivigtut hatte wegen seiner Kryolith-Minen
häufigere Verbindung durch die Minengesellschaft. Diese durfte dann
auch Post transportieren.
Durch die Besetzung Dänemarks im 2. Weltkrieg war keine Verbindung mehr möglich,
dafür wurde die Verbindung mit Kanada und den USA aufgebaut. Die von
den USA erbauten Flughäfen ermöglichten ab 1941 Luftpostverbindungen.
1946 wurde die Luftverbindung mit den USA eingestellt, aber bereits 1949
durch eine Verbindung mit Dänemark ersetzt.
Pakke-Porto
Durch die Zunahme der transportierten Pakete zwischen Dänemark und Grønland
sah sich KGH 1905 gezwungen, durch Einführung einer Portogebühr wenigstens einen Teil seiner
Kosten weiterzugeben. KGH hatte nicht das Recht eigene Briefmarken herauszugeben,
erhielt aber die Möglichkeit, Paketmarken für die Strecke Kopenhagen-Grønland
sowie den Transport innerhalb Grønlands auszugeben.
Diese Regelung trat ab 1.5.1905 in Kraft, die entsprechenden Paketmarken waren ab 14.7.1905 erhältlich.
Bis 1930 waren die Portotaxen sehr niedrig. So war für den Transport von
5 kg 10 Øre Porto nötig, 1930 stieg dies auf einen Schlag auf 190 Øre.
1938 wurden die Paketmarken abgeschafft und durch Dänische bzw. Grønländische
Briefmarken ersetzt.
Originalzeichnung
Diese wurde im Frühjahr 1905 vom dänischen Künstler Gerhard Heilmann erstellt.
Die Zeichnung wurde für 16 der 18 Ausgaben verwendet. Lediglich die Nr. 13-14, die
sogenannte Lachmann-Ausgabe, wurde in Offset-Druck hergestellt und
verwendete eine leicht abgeänderte Zeichnung.
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| Originalzeichnung
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| Lachmannausgabe
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